Via Francigena der Fußpilgerweg nach Rom

Liebe Pilgerfreunde,

hier sammeln wir für Sie in Zusammenarbeit mit dem Verein EUROVIA Informationen über den Via Francigena, den Fußpilgerweg nach Rom und bieten Ihnen die Möglichkeit auch Ihre Erfahrungen den zukünftigen Pilgern zur Verfügung zu stellen.

12 Reaktionen zu “Via Francigena der Fußpilgerweg nach Rom”

  • peterxx13

    Prodi hat jetzt den Startschuß zur Ausschilderung der Via Francigena gegeben!! Dann bräuchte man bald nichtmehr so viel genaues Kartenmaterial

  • pucbaur

    Die Via Fancigena verläuft, wie wir alle wissen, durch Frankreich in Richtung Süden. Ich möchte aber von Süddeutschland aus aufbrechen (Landkreis Tübingen). Meine Recherchen zeigen mir die Möglichkeit auf, das Wegenetz des Jakobweges zu nutzen, bis ich dann in Piacenza auf die Via Francigena stoße.
    Frage: Hat jemand schon Erfahrungen damit gemacht?
    Ich plane Tübingen bis Konstanz auf der neu ausgeschilderten Via Beuronensis (Tübingen - Rottenburg - Hechingen- Balingen - Kloster Beuron - Kloster Wald - Konstanz.
    In Konstanz möchte ich den “Schwabenweg” nehmen, der bis Einsiedeln geht. Dort muss ich dann den Jakobsweg veralssen, weil dieser in Richtung Frankreich weiterführt, ich aber nach Süden möchte. Die Via Gotthardo ist nach meiner Erkenntnis ein Teil des Europäischen Fernwanderwegs E1 und führt bis Mailand. Die Frage ist nur, ob der E1, der sich wahrscheinlich eher an den Bedürfnissen bergerfahrener Wanderer orientiert, auch für einen Pilger, der es mit Schwindelfreiheit und Bergerfahrung nicht so hat, auch geeignet ist.
    Ich würde mich freuen, wenn mit dieser Anregung eine “Planungsgemeinschaft” für Pilger aus West- und Südwestdeutschland entstehen könnte, woraus auch andere einen Gewinn ziehen können. Vielleicht werden wir in einigen Monaten schon eine Reieh von Erfahrungsberichten vorweisen können.

  • Hans Kohler

    hallo,
    wohne im Vorarlberger Rheintal und möchte im Herbst die Via francigena gehen - ich plane, über Graubünden und den Splügenpaß zum Como-See, von dort über Mailand nach Pavia und dann Einstieg in die VF.
    Ist für mich der direkteste Weg und dürfte auch für Pilger aus dem Süddeutschen interessant sein.
    übrigens: der Jakobsweg führt auch von Einsiedeln bzw. ab 1.5.2008 über Appenzell nach Vorarlberg.

    hans.kohler*cable.vol.at

  • Franz Mattes

    Ich bin im Jahr 2007 den Weg von Beuron aus nach Rom gegangen. Allerdings bin ich auf der deutschen Seite am Bodensee entlang Überlingen - Friedrichshafen - Bregenz, es geht selbstverständlich auch über Konstanz - Romanshorn - Rheineck.
    Am Rheinufer bin ich bis zum Splügenpass entlang gegangen, ist kein Problem, weil dieser ebenfalls ausgezeichnet markiert ist. Über den Splügen nach Chiavenna, sehr zu empfehlen, wunderschöne Landschaft. Man benötigt ebenfalls kein Kartenmaterial, kann evtl. bei der Org. Via Spluga vor Ort besorgt werden.
    Ab Chiavenna sind wir über Colico am Comer See entlang gelaufen. Hier würde ich empfehlen, auf den Wegen des ital. Alpenvereins den “Sentiero Viandante” (es gibt ein Buch in Deutsch darüber mit Wegbeschreibung beim Wega Verlag in Sankt Moritz) nach Lecco zu gehen.
    Von Lecco aus den Fluss “Adda” hinunter bis Cassano. Der Wanderweg geht durch eine faszinierende Flußlandschaft und kann ebenfalss nicht verfehlt werden.
    Bis hierher geht alles soweit ohne grosse Probleme. Diese beginnen eher ab der Stadt “Cassano”. Dort haben wir eine Autokarte Maßstab 1:125.000 beschafft und sind nach Lodi über Nebenstrassen gelangt. Es gibt dort keine Wanderwege. Ab Lodi die Strasse nach San Colombano di Lambro nehmen. Dort kann man auf einem Fahrradweg, der von niemanden benützt wird, den Großteil der Strecke gehen. Vor San Colombano abzweigen nach Livraga und nach Orio Litta. An dem Schloß vorbei in Orio Litta Richtung Corte San Andrea laufen. Auf der Teerstrasse erster Feldweg rechts immer am kleinen Kanal entlang zum Po-Damm nach Corte San Andrea.

    (in Corte San Andrea gibt es eine wundervolle Osteria, wo ihr in der Küche in die Töpfe schauen könnt).
    Orio Litta ligt direkt am Po, dort könnt ihr mit einer Fähre über den Po fahren oder auf dem Po Damm nach Piancenza laufen. In der Osteria nach dem Fährmann fragen. Fähre würde ich euch empfehlen, ist ein echtes Erlebnis.
    Alles weitere beschreibt das Buch “Via Francigena” vom Outdoor Verlag.

    Viel Freude am Pilgern,
    ich bin mit meinen Gedanken bei Euch

    Franz Mattes

  • Hans

    Hier wollte ich auf einen wirklich gelungen Pilgerbericht hinweisen. Gerald Bretfeld möchte uns mit seinem Tagebuch teilhaben lassen an der herrlichen Natur, den kulturellen Gegebenheiten und den durchwegs positiven Erlebnissen und Erfahrungen auf dieser Pilgerreise durch die schönen Landstriche von Toskana und Latium. Es ist frei zum downloaden und liest sich sehr gut, auch mit netten Bildern.
    http://www.eurovia.tv/home/images/stories/Pilgerberichte/reisebericht_-_la_via_francigena_in_toscana_e_lazio_bretfeld_s.pdf

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  • Friedhelm Thieltges

    Wir möchten von Basel auf die Via Francigena.
    Benötige Tip wie das am besten zu laufen ist.

  • Jakob

    Hallo zusammen,
    ich kann jedem den Frankenweg empfehlen!! Ich bin mit meiner Partnerin letzten Herbst den italienischen Teil Richtung Rom gelaufen und wir waren begeistert. Vor allem die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Italiener hat uns überrascht.
    Viele Grüße aus München,
    Jakob

  • tomatenheiner

    Hallo Jakob,

    kannst Du mir sagen, von wo nach wo du gegangen bist? Ich werde am 27.3.10 in Florenz starten und bin etwás in Sorge, weil der Weg ja echt übel ausgeschildert sein soll. Ich habe leider nur 10 Tage Zeit, daher laufe ich nur bis Assisi oder noch etwas weiter.

    Ich fände es nicht so toll, wenn man tatsächlich laufend mit der Karte in der Hand laufen müsste (wie im Outdoor-Führer beschrieben: 230 (!) m bis zum Schild mit der Kuh, dann links bis zum Strommast Nr. 523 …). Das ist auf dem Jakobsweg naturgemäß anders, aber das war ja eh klar.
    Aber wie ist es wirklich? Kommt man wirklich durch?

    Welche Karte kannst Du konkret empfehlen?

    Und wie schaut´s mit der Unterkunft aus?

    Würde mich freuen, wenn Du oder jemand, der sich auskennt, kurz antworten könntest, gerne auch unter ukhoefer@yahoo.de.

    Viele Grüße aus München
    Uwe

  • Sabine

    Hallo,
    auch ich habe geplant die Via Francigena zu laufen. Im September 2010 soll es -so Gott will- für mich von Lucca nach Rom gehen. Ich habe bisher das Buch “Via Francigena” aus dem Tyroliaverlag gelesen und verschiedene Infos aus dem Netz gesammelt. Diese sind jedoch zum Teil widersprüchlich und/oder dürftig. Daher wäre ich dankbar, wenn ich konkretere Informationen über die Wegeführung und Unterkunftssituation bekommen könnte. Herzlichen Dank im Voraus! Viele Grüße aus dem Rheinland Sabine

  • tomatenheiner

    Hallo,

    bin von Florenz aus zuerst Richtung Assisi gelaufen (Teil 1, Ende März 2010), nach 3 Tagen dann gewechselt auf den Via Francigena und von Bolsen aus den echten Weg entlang nach Rom gelaufen (Teil 2).

    Teil 1: von der Landschaft her sehr schön. Man folgt in der Regel Wanderwegen. Allerdings gibt es durchaus Stellen, an denen man schlichtweg nicht weiß, wo es jetzt lang geht. Der Weg ist total einsam, ich habe kurioserweise nur beim Einstieg in St. Elero ein österreichisches Paar getroffen, sonst keine Menschenseele. In den ersten 3 Tagen 5.600 Höhenmeter gemacht, absolut grenzwertig, obwohl ich eigentlich recht fit bin. Am 3. Tag 2 Stunden lang im Resttiefschnee gestapft, naja. Dann schlechtes Wetter vorhergesagt, daher gewechselt auf den leichteren Via Francigena.

    Teil 2:
    Landschaftlich auch recht schön, allerdings verläuft die Route teilweise dicht befahrenen Straßen entlang. Das nervt. Ansonsten aber auch sehr schöne Teilabschnitte.

    Mit den Unterkünften schaut es nicht immer gut aus, man muss teilweise schon suchen. Insgesamt ist das Preisniveau recht hoch, von Pilgererpreisen weit entfernt.

    Insgesamt ist der Weg nicht so schön wie erwartet gewesen. Echte Fans wird´s ärgern, aber ich fand den Jakobsweg im März, wenn also noch wenig los ist, schöner.

    Zum Teil 2 gibt es übrigens sehr gutes Kartenmaterial; man kann sich dann definitiv nicht verlaufen.

  • pucbaur

    In den Monaten August und September 2010 bin ich vom Landkreis Tübingen (Baden-Württemberg) aus zu Fuß bis Rom gegangen. Zu Beginn ging ich auf dem Jakobsweg von Tübingen bis Konstanz (Via Beuronensis - Route im Internet sehr gut beschrieben), dann den Schwabenweg von Kreuzlingen bis Einsiedeln. In Brunnen am Vierwaldstätter See habe ich den Jakobsweg verlassen und bin über den St. Gotthard gewandert, ein ganz toller Weg durch die Schöllenen-Schlucht. Weiter ging ich im Tessin über die Strada alta und Biasca nach Bellinzona. Bis zum Luganer See war der Wanderweg Trans-Swiss immer gut beschildert. In Italien musste ich zuerst Mailand frei Schnauze “umkurven” und kam dann in Pavia auf die Via Francigena. Im Norden war die Beschilderung oft sehr mangelhaft und vor allem von verschiedenen Organisationen unterschiedlich gemacht. Ich habe mich irgendwann auf die Karte “Via Francigena e GPS” -im Internet bestellt- konzentriert, dann wurde es besser. Keinesfalls sollte man sich auf die großen braunen Schilder verlassen, die haben mich mehrfach in die Irre geführt. Das Outdoor-Büchlein ist voller Fehler. Nord mit Süd verwechselt, links mit rechts, oben mit unten, Tel.Nr.zum Beispiel der Fähre über den Po ist falsch (eine Null weglassen!!!). Für die Unterkünfte war es einigermaßen brauchbar, auch wenn es einige davon nicht mehr gab, oder viel größer und besser waren als genannt (Beispiel Radicofani).
    Ab Lucca ist die Beschilderung so gut, dass man eigentlich keine Karte mehr braucht. Sicher führt der Weg oft entlang der Straßen, aber die Italiener sind rücksichtsvoll. Man muss zwar aufpassen, weil man von telefonierenden jungen Frauen gerne mal übersehen wird, Angst muss man aber keine haben. Schlimmer ist der Asphalt, der die Gelenke bei Etappen, die länger als 30 km sind, doch sehr strapaziert.
    Die Via Francigena ist ein Weg, den man alleine gehen sollte und auch kann. Wer ständig Menschen um sich braucht ist auf dem Jakobsweg wahrscheinlich besser aufgehoben. Einige Italienischkenntnisse sind von Vorteil, weil man so auch in kleinen Orten gut klar kommt. Englisch ist dort nicht so selbstverständlichwie bei uns in Deutschland. Gegen Ende meiner Wanderung habe ich Herbergen, die ihre Leistung umsonst anboten (oder gegen eine Spende), gemieden, weil ich ein paar Mal sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe. Die Herbergen, die einen festen Preis verlangten (z.B. 10,00 €) waren immer gut, ab 30,00 € aufwärts gab es auch in Klöstern schöne Einzelzimmer und gutes Abendessen.
    Unter dem Strich: Meine Erwartungen wurden übertroffen, ich hatte tolle Begegnungen mit lieben Menschen, die Landschaft hat mich oft überwältigt (St. Gotthard, Cisa-Pass, südliche Toskana), die Herausforderungen, wie Wegsuchen, Berge erklimmen, durch Bäche waten) waren spannend und halfen mit, ein unglaubliches Gottvertrauen aufzubauen.
    Nach 1.300 km vor St. Peter in Rom zustehen, war ein emotionales Erlebnis und wohl einmalig in meinem Leben.
    Wer weitere, auch spezielle Fragen hat, kann mir gerne eine EMail schreiben an pucbaur(at)web.de

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